Außeruniversitäre Karriere

In Deutschland qualifiziert die Promotion für eine Vielzahl von Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems (Nacaps Datenportal des Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung). 

Die Präferenz für den Karriereweg wird dabei u. a. vom Promotionsfach mitbestimmt.

Die Karriere außerhalb der Wissenschaft ist eher die Regel als die Ausnahme und schon gar nicht ein "Plan B".

 

5 Tipps für die Suche nach passenden Berufsfeldern und Arbeitgebern:

 

  • Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder und Berufsbiografien von Promovierten geben folgende Broschüren "Perspektiven nach der Promotion. Berufswege außerhalb der Wissenschaft: 13 Porträts" und "Arbeitgeber im Gespräch"
  • Hinterfragen Sie sich selbst. Welche Tätigkeiten während Ihrer Promotions- und Postdoc-Zeit konnten Sie am Besten und wo werden diese gebraucht? Studierende anleiten? Recherchieren? Programmieren? Schreiben? Organisieren? Projektpläne erstellen? Vorträge halten?
  • Wer könnte sich für Ihre Fach- oder Methodenexpertise interessieren? Unternehmen? Behörden?
  • Wo arbeiten Alumni aus Ihrem Fachgebiet? Fragen Sie diese zu ihren Erfahrungen.
  • Nutzen Sie Ihre Kontakte Ihres Fachgebiets.

Die Otto-von-Guericke-Universität bietet Promovierenden und Promovierten verschiedene Möglichkeiten, sich über Berufsfelder und Bewerbungsstrategien zu informieren oder eine individuelle Beratung zu bekommen:

 

Direkt nach der Promotion oder in der frühen Postdoc-Phase (also in den ersten ein bis zwei Jahren nach Abschluss der Promotion) sind eine gute Zeit für den Wechsel des Berufsfeldes. Manchmal ist auch eine längere Erfahrung als Postdoc in der Academia für eine Führungsposition im Bereich Forschung und Entwicklung in der Industrie sinnvoll. Bedeutsam ist dann allerdings, dass Sie Führungsverantwortung für Projekte und Personen übernommen und auch an relevanten neuen Themen gearbeitet haben. In den allermeisten Fällen gilt: Je geradliniger ein Wechsel nach der Promotion oder nach einer Postdoc-Zeit gelingt, desto besser. Bei einer längeren Verweildauer in der Wissenschaft werden Sie sich der Frage stellen müssen, ob eine Bewerbung außerhalb wirklich erste Wahl oder eher Notlösung ist.

 

Bei einigen Firmen spielt auch das biologische Alter eine Rolle. So benennen einige Firmen eine Altersgrenze von 35 Jahren, über die sie kaum noch aus der Wissenschaft kommende Personen einstellen würden. Die Umstellung auf eine neue Arbeitsweise und Firmenkultur fällt in der Regel schwerer, je älter jemand ist.

 

Sobald Sie wissen, dass Sie nicht dauerhaft in der Wissenschaft bleiben werden, dann gehen Sie den Wechsel an. Jedes Arbeitsjahr innerhalb der Wissenschaft, sollte sich jedoch für Sie lohnen, indem Sie etwas lernen, was Ihnen außerhalb von Nutzen ist, oder weil Ihnen die aktuelle Arbeit so viel Spaß macht.

Letzte Änderung: 03.04.2023 - Ansprechpartner: Christiane Hedtmann